Martin Krauss, Lauterbach (Hessen)

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Einen satirischen Bericht zum "LA-Forum" zur B 254 n am 10.2.2017 in der Schule an der Wascherde finden Sie hier:
http://www.tritonmagazin.de/B254nFORUM.html

 

Planfeststellung B 254 Ortsumfahrung Lauterbach-Wartenberg beendet,
Straße in den vordringlichen Bedarf
des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen

Es geht um eine Umgehungsstraße, die (aus Richtung Alsfeld betrachtet) kurz vor dem Lauterbacher Ortsteil Maar rechts von der bisherigen Straße abzweigt,
Neumaar umrundet, nördlich von Lauterbach entlangläuft und die Straße Lauterbach-Willofs-Schlitz schneidet/überquert, dann nördlich des Bereiches
Vaitsbergstraße/Lauterbacher Tierheim den Hang hinab in Richtung Angersbach führt, nördlich von Angersbach zwischen dem Ort und der Burgruine
Wartenberg (offenbar auf einer großen Brücke wegen Hochwasserschutz) vorbei führt, von dort quasi parallel zur bisherigen Straße in Richtung
Landenhausen geht, dort knapp am nördlichen Ortsrand entlangführt, die Straße von Landenhausen nach Bad Salzschlirf schneidet/überquert und dann
zwischen Landenhausen und Müs wieder auf die bisherige B254 zurückgeführt wird - so der Plan.

Auf der Karte sieht das so aus: https://mobil.hessen.de/sites/mobil.hessen.de/files/content-downloads/Übersichtsplan_Ortsumgehrung_Lauterbach_B254.pdf

 

Nun ist es zweierlei, sich so etwas auf einer Landkarte als rote Linie zu betrachten, oder sich die Landschaften anzuschauen, wo diese Straße
durchlaufen wird (die wir uns in etwa so dimensioniert vorstellen können wie die B254 zwischen Landenhausen und Müs).
Und genau das machen wir nun auf dieser Seite. Es folgen, angefangen vom geplanten Anschluss in Maar nach Osten fortschreitend Fotos der
Stellen, an denen die Straße entlang gehen würde. Quasi ein Spaziergang die geplante Trasse entlang.
Zunächst einmal noch völlig ohne Wertung, was es dort alles an Pflanzen und Tieren gibt und wie groß die Flächenverluste der
Landwirtschaft sein werden.
Die Bilder geben ziemlich, aber sicher nicht immer ganz genau den Straßenverlauf wieder, zeigen aber die Landschaft, durch die sie gehen wird -
zudem wirkt sich eine solche Straße mit Böschungen und Zubringern auf eine gehörige Breite aus.

Der Text zu diesen Bildern, die allesamt am 1. und 2. Juli 2016 aufgenommen wurden, wird in Teilen etwas eintönig sein, umso abwechslungsreicher
sind die Bilder selbst.

Bitte folgen Sie mir!

( (c) für alle Fotos: M. Krauss, Lauterbach)


Zwischen Lauterbach und Maar, Ossenberg (Hügel mit kleinem ehemaligen Basaltsteinbruch). Vor diesem
Hügel wird die Straße entlang laufen.


Hier - in Sichtweite und Hörweite der Maarer Neubausiedlung, wird die Straße entlang laufen.
Zubringer von hier in Richtung Lauterbach müssen natürlich auch sein.


Über diese Felder zwischen dem Ossenberg und der Lauterbacher Siedlung "Auf dem Stück" wird die
Straße entlang laufen.

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Hier wird die Straße entlang laufen.

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Hier, zwischen Maar (im Hintergrund die letzten Häuser) und dem Ossenberg wird die Straße durchlaufen.

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Hier wird die Straße entlang laufen.


Durch oder über das flache Rodenbachtal kurz vor dem "Stück" (im Hintergrund die Jugendherberge),
quasi von rechts nach links, wird die Straße entlang laufen.


Hier, kurz oberhalb vom "Stück", wo sich jetzt noch Pferdeställe befinden, wird die Straße von Maar kommend
über das hinten liegende Tal hinweg kommen, quasi direkt auf uns zu.

 


Hier, zwischen Lauterbach und dem Autohaus Kahl, wird die Straße entlang laufen.
Es wird Zubringer zur Straße Lauterbach-Willofs geben.

 


Hier sehen wir rechts den Autolackierer Jäger, am linken Bildrand käme das Haus am Kirschberg. Auf diese beiden
Wäldchen läuft die Straße zu.


Lauterbach vom Haus am Kirschberg aus betrachtet. In Zukunft wird unten auf der Wiese quer die neue Straße
verlaufen.


Über diese grüne Wiese vor Lauterbach wird die neue Straße verlaufen.


Jetzt stehen wir bei den beiden Wäldchen und blicken zurück in Richtung Stück, die neue Straße wird
auf uns zu laufen.


Jetzt stehen wir zwischen den beiden Wäldchen. Links geht es zum Kirschberg, rechts ist die Kuppe des
ehemaligen Basaltsteinbruchs Vaitsberg, auf der sich auch ein Hundedressurplatz befindet. Hinter dem Bild-
horizont geht es recht steil bergab, eine Kuppe also, aus knallhartem Basalt. Hier soll sich die neue Straße
eingraben.


Hier wird dann die neue Straße durchlaufen.


Über diese Wiese wird die neue Straße verlaufen.


Auch über diese Wiese wird die neue Straße verlaufen.


Der Ostabhang des Vaitsberges ist geprägt von kleinen Wäldchen, alten, hohen Hecken mit altem Baunbestand
und schmalen, schwer zugänglichen Wiesenstreifen. Früher war hier ein Vogelschutzgebiet mit Lehrpfad.
Durch diese Landschaft wird die neue Straße hindurchlaufen.


Über diese Waldwiese wird die neue Straße hinweglaufen.


Auch über diese Wiese wird die neue Straße hinweglaufen. Im Hintergrund schon die "Helmesmühle" und Häuser
von Angersbach.


Auch hier wird die neue Straße hindurchlaufen.

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Auch hier wird die neue Straße hindurchlaufen.


Und hier wird die neue Straße den Hang hinauf kommen - oder in ihn hinein, so steil darf es ja nicht bleiben...


Von oberhalb (nördlich) des Kirschbergs betrachtet: die neue Straße kommt quasi von rechts hinter den
Bäumen hervor und läuft hangabwärts auf Angersbach zu. Davor sieht man die Bahnlinie laufen.


Nun stehen wir unten am Hang und blicken hinauf. Rechterhand wird die Straße hindurchlaufen.


Dieses sanfte Tal (nebenbei eine Wüstung) wird von der Straße durchschnitten werden.

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Wir blicken in etwas so, wie die Straße verlaufen wird, durch das Feld in den Wald hinein zurück in Richtung
Lauterbach.


Hier befinden wir uns kurz vor der Helmesmühle und im Bereich des Angelteichs in der alten Tongrube.
Hier wird die neue Straße hindurch laufen.


Hier wird die neue Straße hindurch laufen.

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Hier läuft die neue Straße weiter auf Angersbach zu.

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Hier wird die neue Straße hindurch laufen.

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Direkt hinter der Helmesmühle kommt ein schmales Tal von Norden mit steilem Hang Richtung Angersbach, eine
heideähnliche Landschaft mit Wachholderbüschen. Dieses Tal wird von der neuen Straße geschnitten.


Hier wird die neue Straße hindurchlaufen.

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Hier kommt die neue Straße hinter dem Tal den Abhang hinauf.


Und dann läuft die neue Straße gleich auf das nächste Seitental zu.


Am Rand des nächsten Seitentales, im Hintergrund Angersbach. In diesem Tal gibt es zahllose Obstbäume.


Da wird die neue Straße hindurch laufen.


Durch das Tal hindurch oder über es hinüber wird die neue Straße laufen.


Blick zurück Richtung Lauterbach. Über diesen Rücken wird die Straße verlaufen.


Hier oberhalb Angersbachs, gut sichtbar, wird die neue Straße verlaufen.


Der Nordost-Zipfel von Angersbach auf einem Höhenausläufer. Rechts bald die ersten Häuser, im Hinter-
grund links schon die Burgruine Wartenberg. Hier wird die neue Straße verlaufen.


Hier zwischen der Burgruine und Angersbach wird die Straße über eine lange Brücke laufen.


Von hier betrachtet läuft die Straße auf uns zu.


Das Tal zwischen der Burgruine und Angersbach wird überquert.


Hier hindurch wird die neue Straße verlaufen.


Wir wird die neue Straße auf einer Brücke hinüberlaufen.


Die Burgruine im Hintergrund wird hinter der Straßenbrücke liegen.


In diesen Hang wird die neue Straßenbrücke hinein münden.


Links die letzten Häuser von Angersbach, am rechten Bildrand wird die neue Straße entlang laufen.


Rechts der Ostrand Angersbachs. Im Tal verborgen die bisherige Straße - die keineswegs verschwinden wird.
Quer über den Acker wird die neue Straße laufen.


Wie im Bild zuvor: in der Bildmitte die Baumwipfel der Chausseebäume der alten Straße, im Vordergrund quer
wird die neue Straße verlaufen.


Es geht auf Landenhausen zu. Die neue Straße muss die Häuser links umrunden.


Die neue Straße wird hier entlang laufen.


Hier etwa wird die neue Straße kreuzen und sich dem Nordrand Landenhausens nähern.


Die neue Straße läuft nun auf das kleine Wäldchen im Tal zu.


Hier, in Sicht-und Hörweite des Ortsrandes von Landenhausen, verläuft die neue Straße.


Hier hindurch verläuft die neue Straße.


Hier hindurch verläuft quer die neue Straße.


Von der Siedlung am nördlichen Ortsrand aus wird diese Gegend gerne zum Joggen, zum Abendspaziergung,
zum Hundausführen genutzt. Hier verläuft dann die neue Straße.

 


Der Kulturverein Landenhausen hat hier den "Sonnenweg der Poesie" installiert und unter anderem dieses
passende Gedicht von Wilhelm Busch dort aufgestellt, wo dann die neue Straße verläuft.


Tal und Wäldchen befinden sich dirket vor der Straße von Landenhausen nach Bad Salzschlirf, für die auch
Zubringer geplant sind. Das Wäldchen wird wohl weichen müssen.


Hinter der Straße nach Bad-Salzschlirf, die gekreuzt bzw. überquert wird, läuft die neue Straße auf das Tal des
Mühlenbaches zu. Wir blicken in Richtung des Straßenverlaufs.


Durch dieses Tal verläuft die neue Straße.


Hier verläuft die neue Straße.


Blickrichtung Bad Salzschlirf. Hier verläuft die neue Straße.


Hier steht der Fotograf am Rand der altern B254. Von links hinter den Häusern kommt das Tal hinauf die neue
Straße und verläuft nach rechts. Sie nähert sich nun der alten Trasse.


Links über die Felder verläuft die neue Straße und verlässt hier den Vogelsbergkreis. Sie überquert noch das Tal
des Altefeldbachs (Teil eines FFH-Gebietes) und mündet bei der Müser Kreuzung auf den alten Streckenverlauf ein.


Über den Altefeldbach nahe Müs führt dann (in einer Brücke) die neue Straße und überquert da auch den
"Wartenberger Panoramaweg", aber der hat sich mit den neuen Straße eh erledigt .


Hier entlang führt dann die neue Straße.


Hier läuft die neue Straße dann auf die alte B254 zu, die man im Hintergrund sieht, und trifft sie kurz vor der
Müser Kreuzung.

Das war ein langer Spaziergang. Rund 12 Kilometer.
Ich hoffe, die Bilder haben Ihnen gefallen.
Sie geben nur eine ungefähre Ahnung, am besten schaut man sich das alles (oder einen Teil) selbst mal direkt an.
Alle diese Landschaften werden nach dem Bau der neuen Straße nicht mehr existieren.
Nehmen Sie Abschied.
Oder: Nehmen Sie Einfluß!

 

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(Ende des Spaziergangs, wieder in Angersbach.)

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

Martin Krauss

 

P.S.:

- Das Gesamtvolumen der neuen Straße soll über 70 Millionen Euro betragen. Experten gehen davon aus, dass sich diese
Summe noch auf ca. 100 Million Euro erhöhen wird.

- In Angersbach und Landenhausen zusammen liegen rund 90 Wohnhäuser direkt an der bisherigen B254. In Lauterbach
vielleicht noch einmal fünf. Rechnet man ganz optimistisch, mögen dies 150 Haushalte sein. Selbst wenn man es unterlässt,
die Haushalte wieder abzuziehen, die von der NEUEN Straße dann stark belastet werden (Ortsrand Maar, Lauterbach Stück,
Nordränder Angersbach und Landenhausen) muss man diese 150 Haushalte in Relation setzen zu den rund 90 Mio. € Kosten
der Straße. Neue Villen im Grünen für jeden Betroffenen wären weit günstiger und schonender zu haben... Oder ihre Häuser
komplett mit Blattgold schallisolieren - auch viel billiger!

- In Deutschlang leben zigtausend Menschen an Straßen, auf denen ebensoviel oder deutlich mehr Verkehr ist, ohne
deswegen irgendwelche Maßnahmen zu fordern.

- Die Verkehrsbelastung hat in den letzten Jahren, zusammen mit der Bevölkerungsdichte, merklich abgenommen.
Niemand kann sagen, wie diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiter geht.

- Möglichkeiten zur Lärmreduzierung und Verkehrsberuhigung sind lange nicht ausgeschöpft, z.B. LKW-Fahrverbote
und zeitweise 30-er-Zonen. Dafür könnte man auch einmal demonstrieren!

- Der LKW-Verkehr auf der B254 wird wahrscheinlich spürbar zurückgehen, wenn in 2017 die Bundesstraßenmaut
für LKWs kommt und diese keinen Grund mehr haben, die Fahrt über das Hattenbacher Dreieck (A5/A7) abzuschneiden.

- Zusammen mit der zu erwartenden Stromtrasse (Südlink) und den geplanten Windkraftanlagen rund um Angersbach
und Bad Salzschlrif erhält das Tal zwischen Landenhausen und Lauterbach mit der neuen Straße einen industriellen
Charakter. Es git dann keinen Grund mehr für Touristen nach Wartenberg zu kommen. Die Auswirkungen auf den
Kurort Bad Salzschlirf werden erheblich sein.

- Die Burgruine Wartenberg verliert ohnedies jeden touristischen Reiz, Feste und Hochzeiten werden nicht mehr stattfinden.

- Autofahrer aus Lauterbach werden kaum über die Ampel am "Roten Platz" und über den Bahnhübergang fahren,
um dort oberhalb der Fa. Heißner den Zubringer zur neuen B254 zu nehmen - sie fahren einfach weiter auf der alten
Straße und wieder durch Angersbach, freilich ohne dort einzukaufen, denn sie kommen ja gerade aus Lauterbach Stadt.
Ein guter Teil des Verkehrs bleibt den Angersbachern also trotzdem erhalten.

- Weite Bereiche der Naherholung werden wegfallen oder beeinträchtigt: der Angelteich Alte Tongrube, Teichanlagen im
Tal bei der Helmesmühle, Kleingärten in den Seitentälern zwischen Angersbach und Lauterbach.

- Die neue Straße wird manche Menschen in Sachen Lärm entlasten, andere dafür belasten, in den Neubausiedlungen
von Angersbach und Landenhausen.

- Durch die erhöhte Bauweise der Straße rund um Angersbach und die dann erhöhte Fahrgeschwindigkeit von bisher
50 km/h auf dann 100 km/h wird man die Straße dann im ganzen Dorf hören.

- Von den zahlreichen Geschäften und Firmen in Angersbach und denen an der Lauterbacher (bisherigen) Umgehungsstraße
werden die meisten bald nicht mehr existieren. (Beispiel Brauerschwend zwischen Lauterbach und Alsfeld. Vor der
Umgehungsstraße gab es da Geschäfte und eine Tankstelle. Heute absolut nichts mehr.) Da sich Geschäfte und Firmen gerne
an Straßen mit viel Verkehr ansiedeln, werden bald neue Gewerbegebiete neben der neuen Straße erschlossen werden.
Industrie- und Gewerbebrachen am Ortsrand und zusätzlicher Flächenverbauch außerhalb sind die naheliegenden Folgen.

- Die bisherige B254 als Durchgangsstraße durch Angersbach und Landenhausen wird dann herabgestuft zur Land- oder
Kreisstraße, für deren Unterhalt wird zukünftig die Gemeinde verantwortlich sein. Das bedeutet erhebliche Mehrkosten für
Wartenberg und Lauterbach - letztlich für die Anwohner!

- Die neue Straße wird nahe an mehreren "Natura2000"-Gebieten vorbei laufen oder darüber hinweg und negativen Einfluss
auf Flora und Fauna haben.

= Kurz: diese Ortsumgehungen sind ein insgesamt unnützes und schädliches Projekt!

 

Details zur Planung auch hier:

https://rp-giessen.hessen.de/planfeststellung-f%C3%BCr-den-neubau-der-b-254-zwischen-lauterbach-maar-und-gro%C3%9Fenl%C3%BCder-m%C3%BCs-ortsumgehung

Die Einspruchsfrist lief bis zum 26.7.
Es wurden weit über 150 Einspürüche eingereicht, zum Beispiel dieser
(Lauterbacher Anzeiger vom 15. August 2016)

Was kann man noch tun?
www.igglu-lauterbach.de