Fledermaushilfe im Vogelsberg


(c) alle Fotos: M. Krauß, Lauterbach

Sie haben eine verletzte oder entkräftete Fledermaus gefunden?
Sie haben Fledermäuse im oder am Haus und benötigen Rat?
Sie befinden sich im Vogelsbergkreis oder der Nachbarschaft dieses Kreises?

Dann wählen sie bitte eine der folgenden Telefonnummern:

Katharina Jacob Festnetz 06641-640666
Katharina Jacob mobil: 0176 56799434
Martin Krauß Festnetz 06641-64340
Martin Krauß mobil: 0151-56157026

Sie können auch eine Mail schicken an:

kathrinjacob@archiv-detektiv.de
depesche@kraussmartin.de

Für den Landkreis Fulda können Sie Informationen auf diese Internetseite finden:
http://www.fledermausschutz-fulda.de/notfall.html

Für ganz Deutschland gibt es diese NABU-Fledermaus-Notrufnummer:
030 2849845000

 

Erste Schritte:

Wichtig: Immer, wenn Sie Fledermäuse in die Hand nehmen oder berühren: Garten-oder Arbeitshandschuhe tragen!

Aus verschiedenen Gründen werden Fledermäuse gefunden, entsprechend unterschiedlich sind erste Maßnahmen:

1) Fledermäuse sind zum offenen Fenster eingeflogen und hängen nun irgendwo in Ihrer Wohnung
In der Regel der einfachste Fall. Warten Sie bis zur Dunkelheit, öffnen Sie weit das Fenster, schließen die Türen zu anderen Räumen und löschen Sie das Licht. Das Tier wird im Normalfall von alleine wieder verschwinden. Sollte es am folgenden Tag immer noch dort hängen, schauen Sie bitte unter Punkt 3) nach.

2) Katzen bringen ihre "Beute" zu ihren Herren.
Katzenopfer haben oft keine guten Überlebenschancen. Bei offensichtlichen schweren Verletzungen ist es sinnvoll, das Tier vorsichtig (Handschuhe tragen) in einen Karton zu setzen und zum nächsten Tierarzt zu bringen, damit er es einschläfert. Wirkt das Tier äußerlich nicht schwer verletzt, bitte das Tier ebenfalls in einen Karton mit ein paar sehr kleinen Luftlöchern setzen (Handschuhe tragen!). In diesen Karton gehört dann immer auch ein altes, sauberes Tuch (Kleidungsstück oder Geschirrtuch oder dergleichen) oder etwas zerknülltes Küchenpapier und, wenn der Karton nicht gerade transportiert wird, ein kleines Schälchen (z.B. ein sauberer Schraubeckel eines Marmeladenglases) mit Wasser. Nun benötigen Sie die Hilfe eines Fledermauspflegers (s. Rufnummern udn Adressen oben).

3) Fledermäuse sind entkräftet, weil sie in gekippte Fenster eingeflogen sind und nicht mehr heraus fanden oder aus anderen Gründen (Krankheit, kein Jagderfolg etc.)
Häufig fehlt es solchen entkräfteten Tieren an Nahrung und Wasser. Bitte gehen Sie folgendermaßen vor: Bitte das Tier in einen Karton mit sehr kleinen Luftlöchern setzen (Handschuhe tragen!). In diesen Karton gehört dann immer auch ein altes, sauberes Tuch (Kleidungsstück oder Geschirrtuch oder dergleichen) oder etwas zerknülltes Küchenpapier und, wenn der Karton nicht gerade transportiert wird, ein kleines Schälchen (z.B. ein sauberer Schraubdeckel eines Marmeladenglases) mit Wasser.

Nun benötigen Sie die Hilfe eines Fledermauspflegers (s. Rufnummern und Adressen oben). Sollten Sie niemanden erreichen oder niemand kann Ihnen noch am gleichen Tag helfen, können Sie den Tier auch eine Ersatznahrung anbietgen: Verdünnen Sie (am besten in einem kleinen Glas, einem Eierbecher oder ähnlichem) einige Tropfen Kondensmilch mit einigen Tropfen lauwarmen Fencheltee (oder Fenchel-Anis-Kümmel) - wenn kein Fencheltee vorhanden ist nehmen Sie nur warmes Wasser) und halten es dem Tier in einem Löffel vor sein Mäulchen. Mit etwas Glück wird das Tier etwas von der Nahrung aufschlecken. Bei erwachsenen Tieren wiederholen Sie dies ca. drei Mal täglich. Bei Jungtieren schauen Sie bitte unter 6) nach. Versuchen Sie gar nicht erst, Fliegen oder Mücken zu fangen oder getrocknete Mehlwürmer zu kaufen, das klappt nicht. Mehlwürmer können nur lebend verfüttert werden. Wenn Sie sich längere Zeit und das Tier kümmern können und wollen nehmen Sie bitte auf jeden Fall nochmals persönlichen Kontakt zu einem erfahrenen Fledermauspfleger auf (s. Kontaktdaten oben).

4) Fledermäuse sind verletzt
Fledermäuse können Sich auf verschiedene Weisen verletzen: Sie verkriechen sich in Spalten, die zu Türen oder Fensterläden oder dergleichen gehören und werden eingeklemmt. Sie werden von Beutegreifern (Katzen, Eulen) angegriffen und entkommen. Sie werden von Lüftungsanlagen in Ställen bis hin zur Windkraftanlage verletzt. Sie geraten in Kontakt mit Fliegenfängern, mit Stacheldraht oder anderen spitzen Gegenständen.
Hat die Fledermaus, die Sie gefunden haben, große offene Wunden oder Brüche, bei denen Knochen bloßliegen, ist es sinnvoll, das Tier vorsichtig (Handschuhe tragen) in einen Karton zu setzen und zum nächsten Tierarzt zu bringen, damit er es einschläfert. Wirkt das Tier nach Ihrer Ansicht nur leichtverletzt, dann gehen sie bitte vor wie bei den entkräfteten Fledermäusen unter 3) beschrieben.
Fledermäuse, die an leimgetränkten Fliegenfängern hängen, gehören schnellstmöglich in die erfahrenen Hände eines Fledermauspflegers.

5) Durch Baumaßnahmen werden Fledermausquartiere in Mitleidenschaft gezogen
Die Holzverkleidung eines Hauses soll erneuert werden, neue Fensterstöcke werden eingebaut, Rolllädenkästen werden entfernt, ein alter Kamin wird abgebrochen - dieses und ähnliche Aktionen sind typisch dafür, wann Fledermäuse in ihren Quartieren in Mitleidenschaft gezogen werden können. Hausbesitzer oder Handwerker bemerken dann aufgescheuchte Tiere, sie hören die zirpenden Geräusche der Fledermäuse oder sie finden verletzte Tiere.
In all diesen Fällen gilt: bitte stoppen Sie zunächst unbedingt die begonnene Maßnahme! Fledermäuse sind in ihren Quartieren oft im Tierfschlaf und nicht in der Lage, sich durch Flucht der Gefahr zu entziehen. Alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind streng geschützt und sie dürfen nicht getötet oder in ihren Quartieren beeinträchtigt werden. Wenden Sie sich in jedem Fall an Ihre örtliche Naturschutzbehörde (Kreisverwaltung) und am besten auch an eine der oben genannten Fledermaus-Rufnummern. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen: Baumaßnahmen werden durch Fledermausvorkommen nicht unterbunden, niemand wird Ihnen verbieten, z.B. Ihre Hausverkleidung zu erneuern. Aber die Naturschützer werden Sie beraten, dass Ihre geplante Maßnahme so durchgeführt werden kann, dass die Tiere möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind Sie dazu sogar verpflichtet und Sie vermeiden eventuelle Schwierigkeiten, wenn sie die Behörden und eine Naturschutzorganisation, zum Beispiel den NABU, hinzuziehen.
Sollten Sie vom Vorkommen von Fledermäusen bei der Renovierung oder dergleichen überrascht worden sein und es sind bereits verletzte Tiere angefallen, so gehen Sie bitte mit diesen vor wie unter 4) beschrieben.

6) Jungtiere sind ihren Müttern verlorengegangen
In den Monaten Juni und vor allem Juli werden vermehrt Jungtiere gefunden, die ihren Müttern verloren gehen, zum Beispiel beim Fliegenüben oder weil die Mütter in ihren Jungen-Aufzuchts-Quarteieren (Wochenstuben) gestört worden sind. Die häufigsten Fledermäuse bei uns sind Zwergfledermäuse, die erwachsenen Tiere sind so klein, dass sie beinahe in eine Streicholzschachtel passen. Die Größe ist also kein entscheidendes Merkmal dafür, ob Sie ein Jungtier vor sich haben. Um das zu erkennen gibt es einige Möglichkeiten:
a) Fell: Ist das Fell lang und buschig, so handelt es sich eher um ein älteres Tier. Ist das Tier nackt oder hat nur sehr kurzes Fell, dann handelt es sich wahrscheinlich um ein Jungtier.
b) Augen: Sind die Augen geschlossen, könnte es sich um ein Jungtier handeln, es gibt aber auch Jungtiere, die die Augen schon geöffnet haben.
c) Zähne: Wenn Sie entdecken, dass das Tier bei geöffnetem Maul keine Zähne hat, so könnte es sich um ein Jungtier handeln. Es gibt aber auch Jungtiere, die bereits Zähne haben.
Im Grundsatz gehen Sie mit Jungtieren bitte so vor wie oben unter 3) beschrieben. Zusätzlich gibt es aber noch die Möglichkeit zu versuchen, ob die Mutter ihr verlorenes Kind wieder abholt. Das können Sie eine Nacht lang versuchen:


Suchen Sie eine Stelle möglichst nahe am Fundort des Tieres, die etwas erhöht und weitgehend sicher vor Katzen ist, zum Beispiel die Ladefläche eines Pickups, ein Schubkarren, ein Balkon oder ein Autodach. Dahin stellen Sie eine große Schüssel, am besten aus Blech oder Glas, mit glatten Wänden, damit das Tier dort nicht hochklettern kann. In diese Schüssel stellen Sie ein großes Marmeladenglas, ein umgedrehtes Weizenbierglas, eine Blumenvase oder einen Krug oder dergleichen, über den Sie eine Socke gezogen haben, damit das Tier dort hinaufklettern kann. Die Socke sollte über den Rand der Schüssel hinausragen. Das Jungtier wird an dieser Socke nach oben klettern und nach seiner Mutter rufen, und wenn Sie Glück haben, holt die Mutter das Tierchen wieder ab und bringt es zurück in die Wochenstube. Ist das Jungtier dann am nächsten Morgen noch da. verhalten sie sich bitte wie unter 3) beschrieben.

 

=Sollte das gefundene Tier trotz Ihrer Bemühungen versterben, so haben Sie ihm trotzdem geholfen! =

WIR DANKEN FÜR IHREN EINSATZ FÜR EINE
BEDROHTE UND FASZINIERENDE TIERART :-)

Wenn Sie sich vorstellen können, selbst als Fledermauspfleger*in aktiv zu werden, wenden Sie sich
bitte an Ihren NABU-Kreisverband und/oder an eine der oben genannten Rufnummer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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